Die angebotenen Projektkurse des Wintersemester sind:
- Food System Change 6 – Lehmbau: Vom Entwurf zur Umsetzung (praktisch)
- Make your own power supply! (praktisch)
- Wie grün ist Grünheide? (praktisch)
- Windturbine DIY III (praktisch)
Unten findet ihr die ausführlichen Projektbeschreibungen.
Nähere Infos zur Anrechnung der Projekte ihr hier.
Du hast dich schon entschieden? Dann melde dich über das Formular ganz unten hier an – Wir freuen uns auf dich!
Food System Change 6: Lehmbau – vom Entwurf zur Umsetzung
Ihr macht euch Gedanken über die Zukunft des Agrar- und Ernährungssystems? Ihr seid interessiert an praktischen Maßnahmen, Lebensmittel lokal und ökologisch zu produzieren? Ihr habt Lust auch mal aus der Uni herauszukommen? Dann seid ihr in diesem Seminar genau richtig!
Die Problematik: Die Art und Weise, wie wir Lebensmittel produzieren, verteilen und konsumieren, hat weitreichende negative Auswirkungen auf unseren Planeten und unsere Gesellschaft. Gewinnmaximierung und politische Subventionierung hat zu immer größeren Betrieben mit engen Gewinnmargen geführt. Auf Grund von Landkonzentration durch Agrarkonzerne sind Flächen für die Lebensmittelproduktion stark umkämpft. Dabei fällt die dringend notwendige agrarökologische und soziale Transformation oft unter den Tisch. Im Rahmen der jetzt schon sechs Semester laufenden Projektwerkstatt Food System Change setzen wir uns sowohl theoretisch als auch praktisch genauer damit auseinander. Ziel ist es gemeinsam ein hierarchie- und diskriminierungsarmes Seminar zu gestalten. Im Fokus stehen Selbstorganisation und interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Auf unserem Kooperationshof „Der Dachs im Garz“ in der Prignitz entsteht ein Gemüsebaubetrieb auf dem hochwertige Lebensmittel nachhaltig und lokal hergestellt werden und Junglandwirt*innen ohne Zugang zu Land der Start in die Selbstständigkeit ermöglicht wird.
Innerhalb der letzten Semester wurden theoretische Hintergründe über den Status Quo des Ernährungssystems erarbeitet, praktische Baumaßnahmen geplant und ein Gewächshaus, Bewässerungsleitungen, Hochbeete und einen Solartrockner für Kräuter und Gemüse gebaut. Die nächsten zwei Semester setzen sich mit der Frage auseinander, wie Gemüse gelagert werden kann. Dazu soll im Wintersemester 2026/27 ein Lagerraum aus Lehm entworfen werden, der dann im Sommersemester 2027 gebaut wird.
Lehm eignet sich in besonderer Weise für ökologisch und sozial nachhaltiges Bauen, da er als natürlicher und regional verfügbarer Baustoff mit vergleichsweise geringem Energieaufwand verarbeitet werden kann und sich am Ende seines Lebenszyklus wieder in den natürlichen Stoffkreislauf zurückführen lässt. Gleichzeitig schafft das Material durch seine haptischen Qualitäten, die Möglichkeit zur Eigenleistung und seine einfache Verarbeitbarkeit Potenziale für partizipative und gemeinschaftliche Bauprozesse. So verbindet Lehmbau ökologische Verantwortung mit sozialen und gestalterischen Qualitäten.
Wir werden gemeinsam zum Hof in der Prignitz fahren, um im Austausch mit der Bäuerin den genauen Bedarf zu ermitteln sowie die Gegebenheiten vor Ort analysieren, um den Entwurf zu machen. Gemeinsam möchten wir uns theoretisch und praktisches Wissen über den Lehmbau erarbeiten. Eine wichtige Aufgabe des Entwurfskurses ist außerdem die Dokumentation der Ergebnisse um die Entwürfe und Planungen an die Baugruppe des Sommersemester zu übergeben.
Neben dem Entwurf, ist die gemeinschaftliche Selbstorganisation des Kurses wichtig und auch theoretische Inputs zu Themen wie Bodenkonflikte, Land-Grabbing und Ernährungssouveränität werden Platz haben. Als transdisziplinäres Projekt, bietet wir die Möglichkeit über den Tellerrand der Uni zuschauen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, nur Motivation und Interesse! Spezifisches Fachwissen werden wir uns im Laufe des Projektes aneignen und damit gemeinsam zu Expert*innen werden. Studierende aller Fachrichtungen und auch Menschen aus dem außeruniversitären Kontext sind herzlich willkommen.
Terminlich unterscheidet sich Food System Change etwas von den anderen Seminaren.
Besonders wichtig sind die Exkursionswochenenden in Brandenburg. Diese finden an drei Terminen vom 05.-08.11.2026, vom 15.01.-17.01.2027 und vom 19.-21.3.2027 statt. Verpflichtend für die Kursteilnahme ist die Teilnahme am ersten Wochenende vom 05.-08.11.2027 und einem der anderen beiden Wochenenden.
Dazwischen werden wir uns zu Projektsitzungen in Berlin treffen. Die Termine in Berlin werden donnerstags von 12 bis 16 Uhr im KT101 stattfinden. Obligatorisch ist zudem die Teilnahme an der Abschlusspräsentation am 05.02.2027.
Die Teilnahme an den Wochenenden auf dem Hof soll grundsätzlich ohne Extrakosten verbunden sein. Es wird die Möglichkeit geben, kostenfrei auf dem Gelände zu campen. Ferienunterkünfte sind bei der Landwirtin für einen Solidar-Preis von 15-20€ mietbar. Um Essen werden wir uns gemeinsam kümmern, auch dort werden wir einen günstigen Solidarpreis finden. Es wird zudem Awarenessstrukturen geben und mindestens eine FLINTA*-Person wird die Fahrt begleiten. Bitte meldet euch auch an, wenn ihr euch wegen Kosten/Campen/anderen Bedenken unsicher seid, wir finden gemeinsam eine Lösung.
Bei Fragen schreibt uns gerne an: foodsystemchange[at]energieseminar.de
Wir freuen uns auf euch!
Frida und Lilli
Make your own power supply!
Have you ever wondered if you could build a power supply yourself? Try it! Decentralized and off-grid energy supply is still essential for a resilient and sustainable energy system. At the same time, not everyone can access or afford their own energy supply, especially when it comes to providing cultural services such as music, performances, political actions, communal projects, and so on. In our society, energy means power, so beyond the technical aspects, we will reflect on the global and local hierarchies surrounding energy supply. In gathering knowledge on decentralized energy supply, we also participate in leveling power hierarchies.
This course provides an opportunity to build a mobile, decentralized energy supply that is affordable. Specifically, we want to provide a system that produces energy, stores it, and provides it in places where it is needed. Where? It’s up to you. Bring in your own ideas and find cooperation partners you would like to support.
We want to compare different mobile energy storage systems and charging opportunities to find the most suitable solution for our use case. If you are bored with just writing about energy, we want to actually build something!
This course is not about providing fixed answers or teacher-centred instruction; it is about developing hands-on skills as well as a critical perspective on resources. Students will actively gather information, build an electrical power supply, and work in groups. In this way, the course becomes a shared exploration where knowledge and skills are built collectively. The seminar will be fully student-driven and will provide a unique learning experience in your studies. You will have the opportunity to dive into topics that interest you, contribute your own perspectives, and help shape the direction of the seminar. The course is intentionally designed to be highly interactive, with open discussions, debates, and collaborative work forming its core. We aim to create a space where different viewpoints and skill levels can be accommodated and where common ground can be found through informed dialogue. No prior technical background is required; curiosity and a willingness to engage are far more important than expertise.
Group work and seminar-wide collaboration will play a key role in this course. Depending on motivation and time, field trips and collaborations with external institutions may complement our work and provide real-world insights.
Researching existing projects, analysing scientific literature, and critically engaging with the origins of resources, lifecycle thinking, and environmental impact will allow us to build a sustainable energy supply. Ultimately, however, the depth and direction of the course will be shaped by you. At the beginning of the course, we will have a discussion about which direction we will take in tackling this topic and where our interests lie.
The entire course will be held in English, so a sufficient level of English is required. No other prior knowledge is necessary. We explicitly welcome students from all disciplines and backgrounds, both social and technical, as well as participants from outside university contexts. We especially welcome FLINTA* persons who are motivated to build with us.
Be prepared for an engaging, discussion-driven course where practical work is the focus. We want to build a real, functioning off-grid device that provides electrical power!
The class takes place tuesdays from 10:00am to 02:00pm in room KT 101.
It’s mandatory to participate in the end presentation on 05.02.2027.
We are happy to welcome all of you in our course
If you have questions, feel free to contact us: powersupply [at] energieseminar.de
Your tutors:
Catarina and Julien
Wie grün ist Grünheide?
„Tesla in Brandenburg ist und bleibt eine Erfolgsgeschichte.“ So beschreibt Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke die Ansiedlung der Gigafactory in Grünheide. Doch Erfolg für wen?
Seit 2020 produziert Tesla seine Elektroautos südöstlich von Berlin – mitten in einer Region in Brandenburg, die als Wasserschutzgebiet gilt und bereits heute mit Wasserknappheit zu kämpfen hat. Die Fabrik verbraucht große Mengen Wasser, leitet Schadstoffe ins Grundwasser, beansprucht Waldflächen, die zum Bau und der Erweiterung der Fabrik gerodet wurden. Was als Symbol der „grünen Transformation“ präsentiert wird – Tesla als Garant der E-Mobilität – wirft damit grundlegende Fragen auf: Wie ökologisch ist eine Transformation, deren Umsetzung selbst mit erheblichem Ressourcenverbrauch verbunden ist?
Der Konflikt in Grünheide dreht sich jedoch nicht nur um Wasser und Wald. Mit der Ansiedlung der Gigafactory hat sich die Region wirtschaftlich und sozial verändert. Tesla schafft tausende Arbeitsplätze und ist zu einem wichtigen Arbeitgeber in der Region geworden. Gleichzeitig gibt es Kritik an Arbeitsbedingungen, Arbeitsbelastung, Mitbestimmung und der gewerkschaftlichen Organisation im Werk. Auch demokratische Fragen stehen im Zentrum des Konflikts. Bei einer Bürger*innenbefragung im Februar 2024 sprach sich eine deutliche Mehrheit der Abstimmenden gegen die ursprünglichen Pläne zur Erweiterung des Werks aus. Das Votum war rechtlich nicht bindend – die Gemeindevertretung stimmte nach einer Verkleinerung der geplanten Rodungsfläche trotz der eindeutigen Willensäußerung der Anwohnenden gegen die angepassten Ausbaupläne.
In diesem Seminar wollen wir Grünheide deshalb als Brennglas der sozial-ökologischen Transformation untersuchen. Uns interessiert, welche unterschiedlichen Interessen, Hoffnungen und Konflikte hinter der Gigafabrik in Brandenburg stehen: Wie verändern Großunternehmen wie Tesla Regionen und Arbeitswelten? Welche ökologischen und sozialen Kosten entstehen? Wer profitiert von Investitionen und neuen Arbeitsplätzen – und wer trägt die damit verbundenen Belastungen? Und wer hat die Macht, über die Zukunft eines Ortes zu entscheiden?
Ein besonderer Bestandteil des selbstorganisiertem Seminars könnten auch Exkursionen nach Grünheide sein. Gemeinsam könnten wir den Ort als Konfliktraum erkunden und eine eigene Konfliktkartierung erstellen. Wo treffen ökologische, wirtschaftliche und soziale Interessen aufeinander? Welche Orte erzählen von der Veränderung durch Tesla – und welche Perspektiven bleiben im öffentlichen Bild unsichtbar? Dabei sollten wir nicht nur das Werk und seine Umgebung betrachten, sondern auch den Ort selbst, seine Infrastruktur, die umliegenden Wälder und Gewässer sowie die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in der Region.
Darüber hinaus könnten wir auch mit Menschen vor Ort ins Gespräch kommen. In Interviews könnten unterschiedliche Perspektiven auf Tesla sichtbar werden: von Anwohner*innen und Beschäftigten über kommunale Akteur*innen und Gewerkschaften bis hin zu Umweltinitiativen und anderen Menschen, die den Wandel der Region unmittelbar erleben. Abschließend erarbeitet der Kurs gemeinsam auf Grundlage des im Seminar erworbenen Wissen einen Output in selbstgewählter Form.
Zur Teilnahme des Seminars sind keine besonderen Kenntnisse erforderlich. Wir freuen uns über Studierende aus unterschiedlichen Fachrichtungen – sowohl aus technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen als auch aus den Geistes- und Sozialwissenschaften.
Das Seminar findet dienstags von 14:00 – 18:00 Uhr im MAR 0.003 statt.
Obligatorisch ist zudem die Teilnahme an der Abschlusspräsentation am 05.02.2027.
Bei Fragen, melde dich gerne: gruenheide [ät ] energieseminar.de
Liebe Grüße
Elli
DIY Windturbine III
Wer sich im Ingenieursstudium praktische Erfahrung mit erneuerbaren Energien wünscht, ist beim studentischen Projekt DIY Windturbine 3 genau richtig. Im Wintersemester 2026/27 führen wir die Arbeit der vergangenen Semester fort: Sämtliche zuvor einzeln entwickelten Hauptkomponenten – von Rotorblättern über Generator bis hin zur Mechanik – werden nun final zusammengefügt, mechanisch abgestimmt und für fundierte Leistungstests unter kontrollierten Bedingungen im Windkanal vorbereitet. Die praktische Umsetzung erfolgt an festgelegten Werktagen im Semester direkt in der Werkstatt, wo Werkzeuge, Werkstoffe und Maschinen für Montage, Fertigung und Feinjustierung genutzt werden. Um eine zuverlässige Stromzufuhr auch bei Windstille zu gewährleisten, ist zudem die Erweiterung um ein Solarmodul als Kombisystem denkbar.
Neben den technischen Disziplinen Aerodynamik, Mechanik und Elektrotechnik steht die eigenverantwortliche Selbstorganisation im Mittelpunkt. Das Projekt wird vollständig von Studierenden geführt: Alle inhaltlichen, finanziellen und organisatorischen Entscheidungen trefft ihr gemeinsam im Team auf Augenhöhe. Über das reine Bauen in der Werkstatt hinaus beleuchten wir auch die Nachhaltigkeit bei Materialauswahl und Fertigung, setzen uns mit der gesellschaftlichen sowie politischen Rolle der Windkraft für die Energiewende auseinander und entscheiden im Kurs als Gruppe über die künftige Nutzung des Gesamtsystems. Gefragt sind euer Wissen, Teamgeist und die Lust, ein Praxisprojekt von den Werkstatttagen bis zum Teststand aktiv zu gestalten.
Das Seminar findet montags von 10:00 – 14:00 Uhr im Raum KT101 statt.
Obligatorisch ist zudem die Teilnahme an der Abschlusspräsentation am 05.02.2027.
Bei Fragen, melde dich gerne: Winturbine [ät] Energieseminar.de
Wir freuen uns auf euch!
Paolo und Catharina
Kursmodalitäten
Bitte beachtet: Ihr könnt euch nur für ein Projekt anmelden. Solltet ihr euch für mehrere Projekte anmelden, werden wir euch einem dieser Projekte zuteilen.
Für die Teilnahme beim Energieseminar erhaltet ihr bis zu 6 Leistungspunkte. Der Umfang entspricht 4 SWS, das entspricht einem Umfang von 12h/Woche. Die Scheinkriterien können je nach Projekt unterschiedlich sein, im Allgemeinen gelten jedoch folgende Voraussetzungen: Moderation einer Seminarsitzung und Protokoll, mindestens ein inhaltlicher Beitrag zum Projekt, Mitarbeit am Output des Projektes, regelmäßige Anwesenheit. Solltet ihr nicht an der TU Berlin studieren, erkundigt euch bei eurem Prüfungsamt oder Modulverantwortlichen, wie ihr euch die Teilnahme anrechnen lassen könnt.
Füllt das folgende Formular aus, um euch für eines der Projekte anzumelden. Bitte beachtet: die Anmeldung ist obligatorisch aber sichert euch noch nicht die Teilnahme am Projekt. Erst wenn ihr eine Einladungsmail mit Platzzusage bekommt, könnt ihr teilnehmen.
Die Einladungsmails mit der Platzzusage und den Details der Kurse werden am 05.10.2026 verschickt.
Ihr seid euch schon sicher? Das Anmeldeformular findet ihr ganz unten auf dieser Seite.
Teilnahmebedingungen
Das Energieseminar möchte möglichst allen Menschen, egal ob Student*in oder nicht, allen Fachbereichen und allen Semestern die Teilnahme an unseren Seminaren ermöglichen. Leider gibt es nicht genügend finanzielle Mittel für die Lehre. Unsere personellen Kapazitäten sind daher begrenzt und wir können nur eine dem entsprechende Anzahl an Kursen anbieten. Die einzelnen Kurse des Energieseminar sind aus diversen Gründen (beispielsweise Gruppendynamik, Betreuungsaufwand, Gruppenarbeit, Kommunikationsstruktur etc.) nur für eine gewisse Teilnehmer*innen-Zahl konzipiert. Deswegen sind wir gezwungen, die Teilnehmer*innen-Zahlen zu begrenzen.
Hiermit möchten wir den Ablauf bei Anmeldung und Auswahlverfahren transparent machen, damit ihr wisst, was euch erwartet und was ihr beachten müsst!
Wird die Teilnehmer*innen-Anzahl, die wir in den Projekten als sinnvoll erachten, nach der Anmeldung überschritten, so müssen wir eine Auswahl dahingehend treffen, welche Menschen an unseren Projekten teilnehmen können. Als möglichst neutrale Auswahl erachten wir die Entscheidung per Losverfahren (unter besonderer Berücksichtigung diskriminierter Gruppen und einem minimalen interdisziplinären Anspruch innerhalb der Seminare).
Grundvoraussetzung für die Teilnahme
- Unabhängig vom Vorgehen bei der Begrenzung der Teilnehmer*innen-Zahlen gibt es Kriterien, die eine Teilnahme formal erst mal ermöglichen: Ihr müsst euch vor der ersten Projektsitzung (Anmeldeschluss wird auf der Homepage bekannt gegeben) in unserem Online-Formular für das jeweilige Projekt anmelden.
- Ihr werdet dann vor der ersten Sitzung von uns per Email benachrichtigt, ob ihr an dem Seminar teilnehmen könnt, oder ob ihr auf der Nachrücker*innen-Liste steht. Nur die Teilnehmer*innen, die dann in der ersten Sitzung anwesend sind nehmen an dem Seminar teil. Somit ist in der ersten Sitzung die Anwesenheit Pflicht. Nachrücker*innen können hier ggf. direkt nachrücken, falls vergebene Plätze nicht wahr genommen werden. Nachrücker*innen werden ebenfalls im vorhinein per Email von uns benachrichtigt. Verspätetes Einschreiben ist nur möglich, wenn in der ersten Sitzung noch Plätze frei sind und kann über eine persönliche Email erfolgen.
- Ihr solltet euch alle über den Umfang des Seminars bewusst sein. Ihr müsst mit ca. 12 Zeitstunden pro Woche rechnen. Bitte seid fair zu euch selbst und zu den Anderen. Wenn ihr die Zeit nicht habt, blockiert bitte nicht den Platz für andere Leute.
- Ein Projekt des Energieseminars kann nur ein mal pro Studiengang belegt werden. Nur wenn ihr vom Bachelor in den Master´s Studiengang übergeht, oder ganz den Studiengang wechselt, kann das Energieseminar ein zweites Mal belegt werden.
Auswahlverfahren bei Überfüllung – Losverfahren
Die Projekte sind begrenzt (ca. 20-25 Personen pro Kurs). Aus diesem Grund kann es bei zu vielen Anmeldungen zu einem Losverfahren kommen, welches folgenden Grundlagen unterworfen ist :
- Es gibt eine Frauenquote von 50 % (50% männlich, 50% weiblich) und bei Bedarf eine LTI*-Quote (dann 33% männlich, 33% weiblich und 33% LTI*)
- Interdisziplinarität wird bei zu einseitiger Belegung des Kurses durch einen bestimmten Studiengang berücksichtigt. Dies ist uns wichtig, da der interdisziplinäre Austausch ein wichtiger Grundpfeiler unserer Lehre ist.
- Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob ihr das Seminar vom Zeitaufwand oder aus anderen Gründen stemmen könnt, solltet ihr hier so fair sein und euren Platz anderen Leuten überlassen. Das Energieseminar bietet jedes Semester spannende Projekte an und vielleicht passt es ja in einem späteren Semester besser in euren Stundenplan.
Losverfahren – Ablauf vor der ersten Projektsitzung
- Sind mehr Anmeldungen als verfügbare Seminarplätze bei uns eingegangen, entscheidet das Losverfahren über die Teilnahme.
- Gelost wird anhand von zwei bzw. drei Stapeln (männlich, weiblich, LTI*). D.h. die Anmeldungen werden getrennt nach den zwei/drei genannten Kategorien gelost.
- Erreicht ein Stapel die maximale Platz-Anzahl (entweder 50% oder 33%) , kann nur der jeweils andere noch aufgefüllt werden (bei ungerader Anzahl werden alle Stapel aufgefüllt und am Ende aus allen übrig gebliebenen Anmeldungen noch einmal eine Person gelost).
- Wenn alle Teilnehmenden fest stehen, wird nach selbigem Verfahren aus allen übrig gebliebenen Anmeldungen noch eine Nachrücker*innen-Liste gelost (jeweils eine Nachrücker*innen-Liste der jeweiligen Kategorie)
Wir erhoffen uns, dass diese Transparenz des Auswahlverfahrens ein besseres Verständnis eurerseits hervorruft. Wir würden sehr gerne alle Menschen an unseren Projekten teilnehmen lassen, da dies aber nicht geht, haben wir das oben aufgezeigte Verfahren entwickelt, um unter Berücksichtigung unserer Ansprüche und Grundpfeiler eine möglichst neutrale Platzvergabe anzuwenden.
* Durch die LTI*-Bedarfsquote erhoffen wir uns einen weiteren Schritt zur Gleichberechtigung. Wir haben uns trotzdem dazu entschlossen, im Vorhinein anonym zu losen. Die von euch ausgewählte Kategorie bei der Onlineanmeldung wird von uns vertraulich behandelt. Solltet ihr euch von dem Losverfahren ausgeschlossen fühlen, wendet euch bitte an die jeweiligen Tutor*innen des Projektes. Wir sind bemüht, alsbald eine bessere Lösung zu finden.
Anmeldeformular
Achtung Interessent*innen nach Anmeldeschluss:
(mails unter den Projektbeschreibungen)
ihr könnt direkt in die Projekte gehen oder die Tuts der jeweiligen Projekte anschreiben