PROJEKTE

Sommersemester 2021

Die Projekte werden aufgrund der derzeitigen Situation größtenteils online stattfinden. Unter Vorbehalt der aktuellen pandemischen Situation werden wir, soweit möglich, dieses Semester jedoch auch einige Termine in Präsenz anbieten. Nähere Informationen dazu folgen noch. Dies bedeutet, dass unsere Projekte deutlich anders gestaltet sein werden als in den Jahren zuvor.  Die Projekte werden dieses Semester ab dem 12.04.21 starten.

Uns ist bewusst, dass das Angebot eines Online-Formats gerade in Zeiten, in denen PC-Räume und öffentliche Bibliotheken geschlossen sind, einen Ausschluss von Menschen darstellt, die keinen (ständigen) Zugriff auf solche Ressourcen haben. Wir wollen dem begegnen, indem wir uns bei der Konzeption unserer Lehrveranstaltungen von Anfang an darum bemühen, die technischen Anforderungen so gering wie möglich zu halten und gegebenenfalls Einzellösungen zu finden. Kommt bei Fragen dazu gerne auf uns zu!

Wattbewerb – Jedes Watt zählt!

Welche Stadt schafft es als erste, ihre PV-Leistung zu verdoppeln? Das ist die zentrale Frage des Wattbewerbs – einer deutschlandweite Städte-Challenge mit dem Ziel, den Ausbau von Photovoltaik voranzutreiben.

Dir geht der Klimawandel zu schnell und die Energiewende zu langsam? Den Fridays For Future und CoalExit Karlsruhe ging es auch so, weshalb sie den Wattbewerb ins Leben gerufen haben. Dabei gilt es die politischen Entscheidungsträger*innen zu ambitionierteren Zielen zu bewegen, ungenutzte Potentiale für den städtischen  Solaranlagenbau in den öffentlichen Diskurs zu bringen und einen gemeinsamen Ehrgeiz zu entwickeln, die Energiewende schneller zu gestalten.

Das hört sich gut an? Dann werd selbst aktiv und nimm gemeinsam mit dem Energieseminar für das Team Berlin am Wattbewerb teil.

Wir werden auf Akteur*innen zugehen und ihnen und uns die Fragen stellen: Wie können sich die Berliner Bürger*innen aktiver bei der Energiewende einsetzen? Was behinhaltet der Masterplan Solarcity (nicht)? Wie kann die geplante CO2-Neutralität Berlins bis 2050 erreicht werden? Was ist ein Mieter*innenstrommodel oder die Bürger*innenenergie und welche Erfolgsprojekte weisen den Weg? Und wie ist ein kultureller Wandel der Zivilgesellschaft zu einer selbstverständlichen Integration regenerativer Energien in das Stadtbild möglich?

Um diese Fragen zu beantworten benötigen wir vielfältige Perspektiven, die über die Technische hinausgehenUnser Ziel ist es nicht nur uns tiefgehend zu informieren, sondern auch uns mit anderen aktiven Gruppen an der TU wie der Fridays For Future Bewegung oder Solar Powers e.V. zu vernetzen.

Die Möglichkeiten in der Projektentfaltung sind vielfältig! Wir könnten ein gemeinsames Solarenergie-Projekt mit der FFF-Gruppe Solar an der TU Berlin planen oder uns gänzlich in den Energieaktivismus schmeißen.

Aus den Ergebnissen möchten wir ein Video drehen und du entwickelst die Storyline!

Mit diesem Video wollen wir dem Wattbewerb zu mehr Bekanntheit verhelfen und unser Wissen aus dem Projekt unter die Menschen bringen. Denn umso mehr vom Wattbewerb oder allgemein den Möglichkeiten der Bürger*innen zur Beteiligung am PV-Ausbau wissen, umso besser stehen die Chancen, dass die Klimaziele doch noch erreicht werden können.

„Jede Drüppen hölpt“ see de Pismieg un pinkel in’t Watt.“

„Jeder Tropfen hilft“ sagte die Ameise und pinkelte ins Wattenmeer. (plattdeutsches Sprichwort)

https://wattbewerb.de/

https://www.solarpowers.de/

https://fridaysforfuture.berlin/

https://www.berlin.de/sen/energie/energie/erneuerbare-energien/masterplan-solarcity/

Unser Projekt findet jede Woche am Mittwoch von 10-13 Uhr statt. Der erste Termin ist der 14.04.21.

Obligatorisch für Teilnehmende aller Energieseminare ist außerdem die Teilnahme am Methodentag am 16.04.21 (14-19 Uhr) und an der Abschlusspräsentation am 09.07.21 (16-18 Uhr), also merkt euch diese Termine am besten schonmal vor.

Möchtest du mitmachen? Melde dich gerne unter Teilnahme vom 22.3. bis zum 05.04.21 um 18 Uhr an! 

Bei Fragen schreibt uns gern: wattbewerb@energieseminar.de

Wir freuen uns auf euch!

Maik und Jana

Feministische Perspektiven auf Aktivismus als Treiber für eine sozial-ökologische Transformation

Im öffentlichen Diskurs ist das Schlagwort „Krise“ derzeit dauer-präsent. Angefangen bei der „Finanz- und Wirtschaftskrise“, über die „Klima- und Umweltkrise“, die sogenannte „Flüchtlingskrise“, die „Care-Krise“ und den „Pflegenotstand“ bis hin zur aktuellen „Coronakrise“. Meist werden diese Krisenerscheinungen getrennt voneinander verhandelt und skandalisiert. Die feministische Theorie und Bewegung haben demgegenüber spätestens gegen Ende des 20. Jahrhundert gesellschaftskritische Ansätze entwickelt, die diese vermeintlich getrennten Krisen in ein Verhältnis zueinander setzen. Dabei verfolgen sie das Ziel die gesellschaftlichen Bedingungen, die diese Krisen verursachen, zu verändern.

Im Seminar werden wir in einem ersten Schritt die Theoriegeschichte dieser dezidiert gesellschaftskritischen feministischen Strömungen nachvollziehen und uns ihre Entwicklung bis heute genauer anschauen. Im Zentrum stehen dabei frühe ökofeministische und ökonomiekritische Ansätze, sowie spätere Konzepte der Feminist Political Ecology und der Queer Ecologies.

In einem zweiten Schritt möchten wir uns verschiedenen historischen, sowie aktuellen aktivistischen Gruppen und Bewegungen widmen. Ihr entscheidet dabei frei, mit welchen Bewegungen, Gruppen und aktivistischen Praxen ihr euch beschäftigen wollt. Das Seminar wird dabei insbesondere der Frage nachgehen, wie sich in den aktivistischen Praxen und Utopien feministische, antirassistische und ökologische Fragen verzahnen. Wie verorten sich verschiedene Aktivist*innen implizit oder explizit theoretisch und inwieweit tragen/trugen sie zur sozial-ökologischen Transformation bei?

Wir laden herzlichst Studierende aller Fachrichtungen und auch Menschen aus dem außeruniversitären Kontext ein, mit uns ein diskussionsfreudiges und diskriminierungsarmes Seminar zu gestalten. Für die Teilnahme ist kein spezifisches Vorwissen notwendig. Wir wünschen uns lediglich Motivation und Interesse für unser Projektthema.

Unser Seminar findet jede Woche am Donnerstag von 9 bis 12 Uhr statt. Der erste Termin ist der 15.04.21.

Für die Sitzungen am 22.04., 06.05. und 20.05. werden wir eine Stunde mehr Zeit benötigen. Wir werden zu Beginn gemeinsam entscheiden, ob wir an diesen drei Terminen früher starten oder später enden möchten.

Obligatorisch für Teilnehmende aller Energieseminare ist außerdem die Teilnahme am Methodentag am 16.04.21 (14-19 Uhr) und an der Abschlusspräsentation am 09.07.21 (16- 18 Uhr), also merkt euch diese Termine am besten schonmal vor.

Möchtest du mitmachen? Melde dich gerne unter Teilnahme vom 22.03. bis zum 05.04.21 um 18 Uhr an! 

Bei Fragen meldet euch gerne per Mail an aktivismus@energieseminar.de

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Lena und Janne

Uni dekolonisieren!

Wie hängt Wissen mit Macht zusammen?

Koloniale Herrschaft und Kontrolle wurden durch koloniale Wissensproduktion legitimiert. So wurde z.B. die sogenannte „Rassentheorie“ entworfen, um die Ausbeutung versklavter Menschen zu rechtfertigen. Universitäten wurden als Orte kolonialer Wissensproduktion etabliert und stehen so in engem Zusammenhang mit der Entstehung des Rassismus. Trotzdem wird dieser (mit wenigen Ausnahmen, zum Beispiel die Ringvorlesung „Bildung dekolonisieren“ des Zentrums für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG) im Wintersemester 20/21) im universitären Kontext wenig thematisiert, kritisch reflektiert, aufgearbeitet und bekämpft. Mit diesem Projekt wollen wir uns in einen kollektiven Prozess der Aufarbeitung und des Widerstands einreihen.

Im Zuge einer gemeinsamen Aufarbeitung, möchten wir als Projekt gerne Expert*innenstimmen hören und uns eventuell mit schon bestehenden Protestbewegungen vernetzen. Zudem könnten wir uns beispielsweise mit folgenden Fragestellungen befassen:

Wie sind Rassismus, Kolonialismus und die Universität miteinander verstrickt? Aus welcher Perspektive wird Wissen produziert? Wie hängen unterschiedliche Diskriminierungsformen zusammen und wie wirken sie gemeinsam? Wie können postkoloniale und dekoloniale Lösungsansätze aussehen? … Und aus welcher(/n) Perspektive(n) beleuchten wir als Projekt eigentlich dieses Thema? Welche „Fallen“ (wie z.B. White Savourism) begegnen uns dabei?

Das Seminar ist ein studentisches, selbstorganisiertes Projekt, das bedeutet, dass ihr selbst Themenschwerpunkte und Fragestellungen mitbringen und gemeinsam erarbeiten könnt. Wir möchten zum Ende des Projektes einen gemeinsamen Output erstellen, der sich in den kollektiven Prozess des Widerstands einreiht. Wir könnten z.B. ein Manifest oder Handbuch schreiben, eine Forderung an die TU Berlin formulieren oder bereits bestehende Protestbewegungen aktiv unterstützen. Auch hier könnt ihr euch gerne kreativ einbringen.

Uns ist bewusst, dass wir ein sehr sensibles und gewaltvolles Thema behandeln werden, welches Personen je nach ihrer eigenen Positionierung in unterschiedlichem Ausmaß betrifft. Für unser Projekt ist kein Vorwissen benötigt, da wir uns im Laufe des Projektes spezifisches Fachwissen gemeinsam aneignen werden. Uns ist aber eine Bereitschaft zur kritischen Reflektion der eigenen Positionierung und des eigenen Handelns wichtig, damit wir in unserem Seminar möglichst diskriminierungsarm, respektvoll und sensibel miteinander umgehen können. Wir wünschen uns explizit die Teilnahme und das Mitwirken von BIPOC. Da wir als Tutorinnen selbst heterogen positioniert sind (My positioniert sich als BIPOC, Jolande positioniert sich als weiß), können und möchten wir in diesem Kontext aber keinen Safer Space anbieten.

Wir laden herzlichst alle Student*innen unterschiedlichster Fachrichtungen und auch Menschen aus dem außeruniversitären Kontext ein, gemeinsam dieses Seminar zu gestalten.

Unser Projekt findet jede Woche am Mittwoch von 14.30 bis 17.30 Uhr statt. Der erste Termin ist der 14.04.21.

Obligatorisch für Teilnehmende aller Energieseminare ist außerdem die Teilnahme am Methodentag am 16.04.21 (14-19 Uhr) und an der Abschlusspräsentation am 09.07.21 (16-18 Uhr), also merkt euch diese Termine am besten schonmal vor.

Möchtest du mitmachen? Melde dich gerne unter Teilnahme vom 22.03. bis zum 05.04.21 um 18 Uhr an! 

Bei Fragen schreibt uns gern: unidekolonisieren@energieseminar.de

Wir freuen uns auf euch!

My und Jolande

Aquaponics jetzt, in Wedding!

Der steigende Nahrungsmittelbedarf auf immer weniger Fläche stellt uns vor große Herausforderungen und einer der Lösungsansätze bildet die Aquaponic. Der Begriff Aquaponic entstand aus der Kombination von Aquakultur (Aufzucht von Fischen) und Hydroponics (Pflanzenzucht ohne Erde, in einer Nährstofflösung). Bei einer Aquaponic-Anlage handelt es sich um die Kombination dieser zwei Systeme in einem geschlossenen Kreislaufsystem zur Fisch- und Pflanzenzucht.

Wir möchten mit einem Aquaponic-Unternehmen an einer bestehenden Anlage in Wedding gemeinsam lernen und auch praktisch arbeiten. Diese Anlage ist als Lern- und Forschungsort konzipiert worden, was bedeutet, dass ihr eingeladen seid euch daran auszuprobieren und die Anlage weiterzuentwickeln. Ihr könnt je nach Interessensgebiet thematische Arbeitsgruppen bilden und euch mit den verschiedenen Themen wie Fischzucht, Pflanzenkultivierung, solarbetriebene Pumpe und Filter sowie vielen anderen Aspekten der Anlage intensiver auseinandersetzen. Ebenso möchten wir auch die Vor- und Nachteile dieser Anlagen genauer betrachten und uns der Frage nähern, ob diese Systeme zu einer nachhaltigen Nahrungsproduktion beitragen können.

Ihr braucht keine Vorkenntnisse mitzubringen, sondern nur eure Motivation und Interesse! Spezifisches Fachwissen werden wir uns im Laufe des Projektes gemeinsam aneignen und damit gemeinsam Expert*innen werden. Wir laden herzlichst Studierende unterschiedlichster Fachrichtungen und auch Menschen aus dem außeruniversitären Kontext ein, mit uns ein diskussionsfreudiges und möglichst diskriminierungsarmes Seminar zu gestalten.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

Unser Projekt findet jede Woche am Mittwoch von 14-17 Uhr statt. Der erste Termin ist der 14.04.2021

Obligatorisch für Mitwirkende aller Energieseminare ist außerdem die Teilnahme am Methodentag am 16.04.21 (14-19 Uhr) und an der Abschlusspräsentation am 09.07.21 (16-18 Uhr), also merkt euch diese Termine am besten schon mal vor.

Möchtest du mitmachen? Melde dich gerne unter Teilnahme vom 22.03. bis zum 05.04.21 um 18 Uhr an.

Bei Fragen schreibt uns gern: aquaponic@energieseminar.de

Wir freuen uns auf euch!

Agatha und Theseas