Sommersemester 2025 – Anmeldung ab jetzt möglich!
Die angebotenen Projektkurse des Sommerssemesters sind:
- Food System Change 5 – eine sozial-ökologische Transformation (praktisch)
- Deep Dive Into Nuclear Energy (theoretisch)
- Wem gehört die Straße? (praktisch)
- Windturbine DIY (praktisch)
Unten findet ihr die ausführlichen Projektbeschreibungen.
Nähere Infos zur Anrechnung der Projekte ihr hier.
Zur Anmeldung geht’s hier. Anmeldeschluss für Sommersemester 2026: 10.4.2026
Deep Dive into Nuclear Energy
(Technical, Societal and Political Perspectives)
Nuclear energy is one of the most debated technologies of our time. It is praised as a low-carbon solution to global energy demands and criticized for its risks, costs, and long-term consequences. But beyond headlines and opinions lies a complex reality shaped not only by science and engineering, but also by politics, economics, and society. Why do some countries embrace nuclear power while others phase it out? How do media narratives influence public perception? And what role should nuclear energy play in our collective future?
This semester, we will explore nuclear energy from multiple perspectives—combining a basic technical understanding with a strong focus on political, social, and ethical dimensions. We will introduce the fundamental principles behind nuclear energy, such as how energy is released from the atom and converted into electricity, but always in an accessible way. No prior technical background is required; curiosity and willingness to engage are far more important than expertise.
At the beginning of the course stands the understanding on how nuclear power plants function in practice, as well as discussing risks, safety measures, radiation, and waste storage. At the same time, we will critically examine broader questions: What are the real environmental impacts, from mining to long-term storage? What are the actual costs, and who bears them? How do different countries, political actors, and scientific communities position themselves on nuclear energy? And try to find out why these positions are taken.
We will place particular emphasis on the role of media and public discourse. How is nuclear energy portrayed in different cultural and political contexts? How do narratives shape public opinion and policy decisions? By comparing perspectives from different countries and stakeholders, we will form a better understanding of the current, future and past state.
A look into emerging developments such as fusion energy and small modular reactors, and discuss their potential is possible too.
This course is not about providing fixed answers or front teaching, it is about developing a well-informed, critical perspective. Students will actively gather information, analyse sources, and present their findings to the group. In this way, the course becomes a shared exploration, where knowledge is built collectively. The information gathering will be fully student driven and will provide a unique learning experience in your studies. You will have the opportunity to dive into topics that interest you, contribute your own perspectives, and help shape the direction of the seminar. The course is intentionally designed to be highly interactive, with open discussions, debates, and collaborative work forming its core. We aim to create a space where different viewpoints can be expressed and where common ground can be found through informed dialogue.
Group work and seminar-wide collaboration will play a key role in this course. Depending on motivation and time, field trips and collaborations with external institutions may complement our discussions and provide real-world insights.
Researching existing projects, analysing scientific literature, and critically engaging with media narratives will allow us to build a nuanced and comprehensive picture of nuclear energy. Ultimately, however, the depth and direction of the course will be shaped by you. At the beginning of the course, we will have a discussion on which direction we will take to tackle this topic and where our interests are lying.
The entire course is held in English, so a sufficient level is required. No other prior knowledge is necessary. We explicitly welcome students from all disciplines and backgrounds, as well as participants from outside university contexts.
Be prepared for an engaging, discussion-driven course that explores not only how nuclear energy works, but how it is understood, debated, and shaped within society.
Final presentation on 10th of July 4 – 6pm.
Raum und Uhrzeit folgen noch
Food System Change 5 – Praxisprojekt SoSe 2026
Ihr macht euch Gedanken über die Zukunft des Agrar- und Ernährungssystems? Ihr seid interessiert an praktischen Maßnahmen, Nahrung lokal und ökologisch zu produzieren? Ihr habt Lust nicht nur in der Uni zu sitzen, sondern auch mal was mit Spaten und Säge umzusetzen? Dann seid ihr in diesem Seminar genau richtig!
Die Problematik: Die Art und Weise, wie wir Lebensmittel produzieren, verteilen und konsumieren, hat weitreichende Auswirkungen auf unseren Planeten und unsere Gesellschaft. Gewinnmaximierung und politische Subventionierung hat zu immer größeren Betrieben mit engen Gewinn-Margen geführt. Landkonzentration durch Agrarkonzerne und die Energiewende machen Flächen für die Lebensmittelproduktion stark umkämpft. Dabei fallen Umwelt- und soziale Aspekte oft unter den Tisch.
Im Rahmen der jetzt schon fünf Semester laufenden Projektwerkstatt Food System Change setzen wir uns sowohl theoretisch als auch praktisch genau damit auseinander.
Auf unserem Kooperationshof in der Prignitz entsteht ein Gemüsebaubetrieb auf dem hochwertige Lebensmittel nachhaltig und lokal herstellt werden und Junglandwirt*innen ohne Zugang zu Land der Start in die Selbstständigkeit ermöglicht wird.
Innerhalb der letzten Semester wurden theoretische Hintergründe für den Status Quo des Ernährungssystems erarbeitet, praktische Baumaßnahmen geplant und ein Gewächshaus, Bewässerungsleitungen und Hochbeete gebaut. Dieses Semester werden wir eine Trocknungsanlage für bspw. Kräuter oder Tomaten bauen und idealerweise den Strom dafür direkt von einer Agri-Photovoltaik Anlage nutzen.
Neben dem Bauen, ist die gemeinschaftliche Selbstorganisation des Kurses wichtig und auch theoretische Inputs zum Thema Bodenkonflikte, Land-Grabbing und Ernährungssouveränität werden Platz haben. Als transdisziplinäres Projekt, bietet wir die Möglichkeit über den Tellerrand der Uni zuschauen und Erkenntnisse aus dem außeruniversitären Kontext zu gewinnen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, nur Motivation und Interesse! Spezifisches Fachwissen werden wir uns im Laufe des Projektes aneignen und damit gemeinsam Expert*innen werden. Studierende aller Fachrichtungen und auch Menschen aus dem außeruniversitären Kontext sind herzlich willkommen.
Ziel ist es gemeinsam ein hierarchie- und diskriminierungsarmes Seminar zu gestalten. Im Fokus steht Selbstorganisation und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Kommt dazu und lasst uns voneinander lernen.
Terminlich unterscheidet sich das Semester etwas von den anderen Seminaren.
Besonders wichtig sind die Exkursions- und Bauwochenenden in Brandenburg. Diese finden an drei Terminen vom 22.5.-24.5., vom 12.6.-14.6. und 28.8.-30.8 statt. Verpflichtend für die Kursteilnahme ist die Teilnahme an dem ersten Wochenende vom 22.5.-24.5. und einem der anderen beiden Wochenenden (12.6.-14.6. oder 28.8.-30.8.).
Dazwischen werden wir uns zu Projektsitzungen in Berlin treffen. Zum Anfang des Semesters werden diese Treffen wöchentlich stattfinden, mit fortschreiten des Projektes aber abnehmen. Die Termine in Berlin werden Mittwochs von 14-18 Uhr im Raum ER 392 stattfinden. Obligatorisch ist zudem die Teilnahme der Abschlusspräsentation.
Die Teilnahme an den Wochenenden auf dem Hof soll grundsätzlich ohne Extrakosten verbunden sein. Es wird die Möglichkeit geben, kostenfrei auf dem Gelände zu übernachten. Ferienunterkünfte sind bei der Landwirtin für einen Solidar-Preis von 10-15€ mietbar. Um Essen werden wir uns gemeinsam kümmern, auch dort werden wir einen günstigen Solidarpreis finden. Es wird zudem Awarenessstrukturen geben und mindestens eine Flinta*-Person wird die Fahrt begleiten. Bitte meldet euch auch an, wenn ihr euch wegen Kosten/Campen/anderen Bedenken unsicher seid.
Bei Fragen schreibt uns gerne an: foodsystemchange[at]energieseminar.de
Wir freuen uns auf euch!
Die Tutor*innen – Bennet und Rosa
Wem gehört die Straße?
Öffentlicher Raum und Alltagsnutzung in Berlin – mit einem Fokus auf vielfältige Lebensrealitäten
Whose Streets? Our Streets?!?
Autoorientierte Planung und die funktionale Trennung von Wohnen, Arbeiten und Versorgung prägen bis heute die meisten Stadtquartiere. Gleichzeitig bewegen sich Menschen auf unterschiedliche Weise durch die Stadt: Einige nutzen häufiger öffentliche Verkehrsmittel, gehen mehr zu Fuß oder sind stärker in alltägliche Wege eingebunden – etwa zwischen Schule, Einkauf, Betreuung oder Pflege. Solche unterschiedlichen Nutzungsweisen werden in der klassischen Stadtplanung nicht immer ausreichend berücksichtigt.
Das Seminar untersucht, wie Stadtplanung den Alltag verschiedener Bevölkerungsgruppen beeinflusst und welche Perspektiven in Planungsprozessen bislang wenig sichtbar sind. Ein besonderer Fokus liegt auf Ansätzen, die soziale Unterschiede und vielfältige Lebensrealitäten stärker in den Blick nehmen, wie beispielsweise feministische und intersektionale Perspektiven.
Zu Beginn des Kurses steht die theoretische Auseinandersetzung. Die Teilnehmenden setzen ihre Untersuchungsschwerpunkte selbst und setzen sich im Seminar selbstorganisiert mit zeitgenössischen Konzepten auseinander.
Parallel entwickeln sie eigene Projekte. Dabei können zwei selbstgewählte Stadtquartiere, zum Beispiel eins im Ost- und eines im Westteil der Stadt, anhand frei gewählter Methoden untersucht und miteinander verglichen werden, etwa durch Kartierungen, Stadtspaziergänge (Walkthroughs), Verhaltenskartierungen, Interviews oder die Arbeit mit Mental Maps. Alternativ sind auch andere Herangehensweisen möglich, beispielsweise die vertiefte Analyse eines einzelnen Quartiers, experimentelle oder künstlerische Formate, kollaborative Arbeiten mit lokalen Akteur*innen oder die Entwicklung eigener methodischer Ansätze.
Die Ergebnisse können in unterschiedliche Formate übersetzt werden. Eine Möglichkeit ist die Konzeption einer räumlichen Installation als Intervention im öffentlichen Raum. Ebenso denkbar sind jedoch andere Darstellungsformen wie Karten, Modelle, audiovisuelle Arbeiten, Publikationen oder performative Formate. Das Lehrformat ist bewusst offen angelegt und lädt dazu ein, eigene Fragestellungen, Methoden und Ausdrucksformen zu entwickeln.
Das Seminar ist nicht darauf ausgerichtet, fertige Antworten zu liefern oder frontal Wissen zu vermitteln. Vielmehr geht es darum, eine fundierte und kritische Perspektive zu entwickeln. Die Teilnehmenden recherchieren eigenständig, werten Quellen aus und präsentieren ihre Ergebnisse innerhalb der Gruppe. Auf diese Weise entsteht ein gemeinsamer Lernprozess, bei dem Wissen kollaborativ aufgebaut wird.
Die Studierenden steuern Themenwahl und Informationssammlung selbst, wodurch die Möglichkeit entsteht, sich vertieft mit eigenen Interessen auseinanderzusetzen und die Richtung des Seminars aktiv mitzugestalten. Das Lehrformat ist bewusst interaktiv angelegt: Offene Diskussionen, Debatten und kooperative Arbeiten bilden den Kern. So entsteht ein Raum, in dem unterschiedliche Sichtweisen sichtbar werden und gemeinsame Erkenntnisse durch fundierten Austausch gewonnen werden.
Das Esem bietet den Rahmen für diesen offenen Raum, in dem zu Beginn Methoden des selbstorganisierten Lernens und der Konsent-Bildung, sowie im Hierarchieabbau und diskriminierungssensiblen Miteinander gelehrt werden.
Das Seminar steht allen offen. Es ist kein Vorwissen nötig. Wir freuen uns auf interdisziplinären Austausch. Immer Mittwochs von 10.00-14.00 Uhr wird das Seminar im Raum EN 181 stattfinden. Bei Fragen schreibt uns gerne:
energieseminar@tu-berlin.de
Windturbine DIY II
Im Energieseminar für das Sommersemester 2026 steht in unserem Projekt „Windturbine DIY“ die praxisorientierte Entwicklung, Konstruktion und Umsetzung einer eigenen Kleinwindanlage im Mittelpunkt. Ziel ist es, eine Windturbine eigenständig zu entwerfen, zu bauen und anschließend auf dem Campus zu installieren. Dabei wird das Thema neu in die Gesellschaft getragen und diskutiert wie man Windenergie zugänglich machen kann.
Der erste Projektabschnitt, die konzeptionelle Phase, ist bereits abgeschlossen. Hierbei wurde das aerodynamische Design der Rotorblätter, die Auswahl eines geeigneten Generators sowie grundlegende statische und elektrische Anforderungen definiert. Die Auslegung orientierte sich an aktuellen Erkenntnissen und mit der Zusammenarbeit mehrere Expert*innen der TU. Mithilfe theoretischer Modelle wird dieses weiterentwickelt, um nun im folgenden Projektabschnitt die experimentelle Validierung und die finale Umsetzung zu ermöglichen.
Das gesamte Projekt ist studentisch selbstorganisiert. Grundsätzlich werden Entscheidungen basisdemokratisch getroffen und das bedeutet herbei, dass das Lehrformat interaktiv gestaltet ist.
Als obligatorische Termin festzuhalten ist die Abschlusspräsentation am 10.07.2026, bei der alle weiteren Energieseminargebnisse veröffentlichen.
Montag 10- 14 Uhr