PROJEKTE

Wintersemester 2018/2019

Der Methodentag findet in diesem Semester am 26.10.2018 von 14-19 Uhr statt.

 

Auf die Insel fertig los! Erneuerbare spielend erfahren

Lust auf Urlaub von männlich dominierten Räumen? Dann komm mit uns auf die Regenerative-Energien-Insel!
Auf spielerische Weise wollen wir die Stromerzeugungs-, Speicher- und messtechnisch Anlagen auf dem Dach des KT-Gebäudes der TU Berlin erfahrbar machen.
Photovoltaik und Windkraftanlagen produzieren dort Strom, der im Energieseminarbüro genutzt oder in einer Batterie gespeichert wird.
Zusammen wollen wir den Aufbau und die Funktion des Systems verstehen und verbessern.
Dazu sind alle Menschen, die sich selbst als weiblich* definieren und Lust haben

  • mehr über nachhaltige Stromerzeugung zu lernen,
  • handwerklich Anlagenkomponenten einiges zu verbessern: die Photovoltaikanlage auf Winterbetrieb einstellen, Messinstrumente kalibrieren, Ladereger besser konfigurieren… und worauf ihr sonst noch kommt.
  • an einem selbstorganisierten Projekt mitzuarbeiten,

eingeladen.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Wir wollen mit euch zusammen einen offenen Lernraum gestalten, in dem Hemmungen im Umgang mit Technik abgebaut werden können und jede* sich dazu ermutigt fühlt, ihre* individuellen Fähigkeiten mit einzubringen.
Neben dem spielerischen und praktischen Umgang mit der Inselanlage wollen wir uns auch mit gesellschaftlichen Dimensionen beschäftigen:
Können viele dezentrale regenerative Erzeugungsanlagen ein zentrales Netz ablösen? Welche Auswirkungen haben Regenerative Energien auf unseren Alltag und wie könnte es weitergehen?
Was hat Technik mit Gender zu tun?
Was ist eine gendersensible Perspektive?
Und warum gibt es überhaupt Frauen*projekte?

Das Projekt findet wöchentlich ab dem 25.10. am Donnerstag von 9 – 12 Uhr im Raum MAR 0.017 statt.

Bitte haltet euch außerdem schon mal den 26.10 für den Methodentag frei.

 
Maike[ät]energieseminar.de
Carolin[ät]energieseminar.de

Maike & Carolin

 

„Umweltrassismus?!“

Die Natur kennt keine von Mensch gemachten Kategorien. Trotzdem scheinen Umweltfragen mit Fragen nach sozialer Gerechtigkeit verbunden zu sein.

In den 80er Jahren wurde der Begriff des Umweltrassismus geprägt, nachdem die Missstände bei der Planung und Lagerung von Giftmülldeponien durch die damals in den USA aktiven, sozialen Bürgerrechtsbewegungen aufgezeigt wurden. Die Lagerorte waren zumeist von sozial benachteiligten Black and People of Colour (BPOCs) bewohnt. Trotz Protesten wurden die Standorte nicht verlagert – die Debatte gewann jedoch an politischer Brisanz.
In diesem Kontext wurde mit dem Begriff „Environmental Justice“ die Forderung nach Klimagerechtigkeit laut und zum ersten Mal der Zusammenhang zwischen rassistischer Diskriminierung, Klassenunterschieden und Umweltpolitik hergestellt.

Von einem Fallbeispiel ausgehend möchten wir unterschiedliche Zusammenhänge auf lokaler, innerstaatlicher und globaler Ebene erarbeiten und diskutieren.
Dabei wollen wir nicht nur eindimensional von rassistischer Diskriminierung sprechen, sondern uns auch anderer Formen der Benachteiligung, wie der mangelnden Geschlechtergerechtigkeit, annehmen.
Zudem wollen wir nicht nur die bestehenden Defizite, sondern auch die derzeitigen Mechanismen und Akteur*innen kritisch beleuchten, die dazu dienen sollten, umweltbezogene Gerechtigkeitsdefizite auszugleichen.
Als gemeinsamen Abschluss möchten wir mit euch ein Magazin gestalten, um die Thematik aus einer Sammlung an persönlichen, künstlerischen und wissenschaftlichen Beiträgen öffentlich zu machen.

Wir wünschen uns einen diskussionsfreudigen und diskriminierungsarmen Projektrahmen mit Student*innen aller Fachrichtungen genauso wie Menschen aus dem außeruniversitären Kontext, die ein Interesse an dem Thema haben.
Kommt gerne vorbei, mit oder ohne Vorkenntnissen, bringt einfach Spaß und Interesse an der Thematik mit!

Das Projekt findet wöchentlich ab dem 25.10. am Donnerstag von 15 – 18 Uhr im Raum MAR 0.013 statt.

Bitte haltet euch außerdem schon mal den 26.10 für den Methodentag frei.

 
Leon[ät]energieseminar.de
My[ät]energieseminar.de

Leon & My

 

Alternatives Wohnen

Wir wollen die Welt des gemeinschaftlichen Wohnens mit euch erkunden. Hast du schon eine Vorstellung, in welchem Umfeld du gerne leben möchtest? Ob es sich um WG, Hausprojekt, Eigentumswohnung oder Wagenplatz handelt – Gemeinsam einsam oder zusammen in Flammen?!
Im Rahmen des Seminars wollen wir uns neben bestehenden Wohnkonzepten auch mit Themen wie Mieten und Eigentum, der Vergemeinschaftung von Wohnraum und nachhaltigen Lebensweisen in Wohngemeinschaften beschäftigen.
Welche Ideen hast du dazu, welche Wünsche und Bedürfnisse müssen deiner Meinung nach erfüllt werden? Wie kann die Organisation eines gemeinschaftlichen Soziallebens aussehen und welches Umfeld muss dafür geschaffen werden? Im Vordergrund sollen selbstorganisierte Lebensgemeinschaften stehen. Die Grundlagen für ein erfolgreiches Gruppengefüge und die Möglichkeiten nachhaltig, sozial und progressiv auf die Nachbarschaft einzuwirken werden uns ebenfalls beschäftigen.

Zusätzlich können wir Fragen nachgehen wie:

  • Welche Wohnkonzepte wird es in der Zukunft geben und was hat das mit der demographischen Entwicklung zu tun?
  • In Berlin wird der Wohnraum knapper und die Mieten steigen ins Unendliche. Was hat das mit der Umverteilung von Wohlstand zu tun? Ist es moralisch verantwortbar mit Wohnraum zu spekulieren?
  • Wie wird politisch auf Wohnungsmangel und steigende Mieten reagiert? Wie können sich Mieter*innen für ihre Interessen einsetzen?
  • Welche innovativen Konzepte einer nachhaltigen Gebäudetechnik wurden schon umgesetzt?
  • Wie funktioniert eigentlich das Mieterstromkonzept?

Neben dem Kennenlernen bereits bestehender Projekte könnten wir z. Bsp. im Rahmen eines Rollenspiels unser eigenes Wohnkonzept erstellen und so einen Selbstversuch starten, uns in einer erdachten Gemeinschaft zu organisieren. Mal es dir aus, hinterfrage es und vielleicht ergibt sich ja eine Idee, die du später mal leben möchtest.

Um einen Praxisbezug zu bekommen, wollen wir uns verschiedene Projekte vor Ort anschauen.
Wir laden euch auch ein zu einer Kick-Off-Kennenlernfahrt vom 02.-04. November (freiwillig). Diese Zeit werden wir auch dafür nutzen, uns besser kennen zu lernen und zu planen, was genau wir im Semester lernen wollen, denn ihr bestimmt in diesem (selbstorganisierten) Seminar die Lehrinhalte mit!

Das Projekt findet wöchentlich ab dem 22.10. am Montag von 15 – 18 Uhr statt.

Bitte haltet euch außerdem schon mal den 26.10 für den Methodentag frei.

 
Beate[ät]energieseminar.de
Maik[ät]energieseminar.de

Beate & Maik

 

Der blaue Planet

70 % unserer Erde sind von den Weltmeeren bedeckt – erforscht davon sind bisher vielleicht 10%. Warum? Wo doch die Kontinente so akribisch beschrieben sind?
Der größte zusammenhängende Lebensraum unserer Erde war lange Zeit nur als Spielfeld von Tierfreunden, Korallentaucherinnen und der Tourismusbranche bekannt.
Alles Weitere, was von den blauen Wassermassen verschluckt oder verdeckt wurde, wurde von der Öffentlichkeit ignoriert. Tonnenweise Schweröl und Atommüll sind in den Meeren versenkt. 10 Mio. Tonnen Plastik werden jährlich in die Meere geschwemmt. Ganze Bestände sind überfischt. Pipelines, Internetkabel und Handelsschiffe durchkreuzen die Wassermassen … 90% des globalen Warenhandels wird auf dem Seeweg transportiert.

All das bleibt scheinbar nicht folgenlos, denn der Blick der Öffentlichkeit richtet sich zunehmend auch auf die Schatten unseres Handelns – jenseits der glitzernden Oberfläche. Die riesigen Plastikstrudel lassen sich nicht mehr übersehen, sind sie doch mittlerweile sogar aus dem Weltall erkennbar. Und auch Bilder von ganz unten zeigen uns, dass gigantische Schleppnetze alles abgrasen was lebt, so dass weite Teile des Meeresbodens aussehen wie abgeerntete Maisfelder.
Das Gleichgewicht des globalen Klimasystems ist gekippt – und da die gigantischen Wassermassen eine zentrale Rolle im Klimawandel spielen, sind die Ozeane nicht nur Gegenstand der Klimaforschung, sondern zunehmend auch der Katastrophenmeldungen unserer Zeitungen.
Und vermehrt zeigen uns auch die neueren Grenzziehungen, dass die Ozeane in den Fokus von machtpolitischen Verhandlungen und globalen Beziehungen geraten und wie einst auf den Kontinenten an Brisanz gewinnen.

All das ist homemade sozusagen. Können wir noch was ändern?

Aus verschiedenen inhaltlichen und regionalen Blickwinkeln nehmen wir die Ozeane und die menschenverursachten Veränderungen unter die Lupe – und möchten am Ende all unsere Blicke von über und unter der Oberfläche in einer Ausstellung zeigen.

Wir freuen uns auf dich!

Das Projekt findet wöchentlich ab dem 23.10. am Dienstag von 14 – 17 Uhr im Raum MAR 0.007 statt.

Bitte haltet euch außerdem schon mal den 26.10 für den Methodentag frei.

 
Sophie[ät]energieseminar.de
Sophia[ät]energieseminar.de

Sophie & Sophia

 

Upcycling Wärmespeicher

Energieautark leben und trotzdem warmes Wasser? Einen Warmwasserspeicher kaufen ist teuer und außerdem ganz schön langweilig. Wir wollen lieber selber einen bauen – und zwar aus Recycling-Material. Yay!
Neben der Frage wie das funktioniert, möchten wir mit euch auch das Thema Selbstversorgung ansprechen und schließlich mit dem Bau praktisch in Aktion treten.

Ziel ist es unter Anderem mit euch zu erfahren was wir zusammen Tolles bauen können – ohne technische Vorkenntnisse und mit einfachen Mitteln – und wie leicht es sein kann selber Schritte in Richtung Selbstversorgung zu gehen.
Dazu werden wir uns zunächst gemeinsam überlegen, wie wir das Ganze praktisch umsetzen können. Welche Materialien kommen dafür in Frage? Müll haben wir immerhin mehr als genug: Plastik gibt es eher zu viel, als zu wenig, Altpapier ist auch leicht zu kriegen und beides eignet sich wunderbar zum Isolieren.
Anschließend werden wir die gemeinsam ausgearbeiteten Pläne in unserer Werkstatt in die Tat umsetzen.

Damit es Anderen möglich ist an unserer Arbeit und unseren Erfahrung Teil zu haben wollen wir anschließend eine kleine Anleitung erstellen.

Das Projekt findet wöchentlich ab dem 23.10. am Dienstag von 14 – 17 Uhr im Raum MAR 0.001 statt.

Bitte haltet euch außerdem schon mal den 26.10 für den Methodentag frei.
 
Can[ät]energieseminar.de
Lotta[ät]energieseminar.de

Lotta & Can