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Der Schatten eines Computers

Der PC auf unseren Schreibtischen ist für uns ein alltägliches Werkzeug. Doch dieses kompakte, saubere und leise Gerät wirft global soziale und ökologische Schatten. Die Grundlage für diese technischen Geräte sind Rohstoffe, die meist in armen Ländern unter harten Arbeitsbedingungen und mit schweren Belastungen für die Umwelt abgebaut werden müssen. Und auch die Produktion von Rechnern zwischen Reinraum und „Sweatshop“ werfen Fragen zu sozialen und ökologischen Folgen auf. Im Betrieb, dauernd online vernetzt mit Servern, Internet und Peripheriegeräten, steht hinter dem PC ein hoher Energieaufwand für die eigenen Geräte und die Netzinfrastrukturen. Nach der oft kurzen Lebensdauer des Gerätes stellt sich zuletzt das in Teilen ungelöste Entsorgungsproblem der komplex verarbeiteten Geräte. Und zwischen diesen Stationen der Produktkette liegen weite Transportwege. Hinter dem Rechner stecken daher große Mengen an Rohstoffen, Energie, Arbeit, Kilometern und Umweltbelastungen.
Was „kostet“ also ein Computer in einer globalisierten Welt? Was sind globale Wertschöpfungsketten, Umweltgerechtigkeit, ein ökologischer Rucksack, der CO2 – Fußabdruck, die Initiative „PC-global“, Corporate Social Responsibility (CSR)? Und wie können ökologische und soziale Kriterien bei der Vergabe öffentlicher Aufträge berücksichtigt werden? Das wollen wir in diesem Projekt gemeinsam herausfinden!

Erneuerbare Energieversorgung

Längst gehört Energie aus erneuerbaren Ressourcen zum Energiemix in Deutschland. 2007 stammen laut BMU bereits 14% des Stroms und 7% der Wärme in Deutschland aus erneuerbaren Energiequellen. Diese Anteile werden zukünftig weiter steigen und so verlassen die Erneuerbaren zunehmend ihre Nischenstellung und werden zu einem Standbein der Energieversorgung.
Damit steigt aber auch die Verantwortung einen Beitrag zur vollständigen, jederzeit verfügbaren Energieversorgung zu leisten.
Zukünftige Energieversorgung
Wie kann eine zukünftige Energieversorgung aussehen, die zu 40%, 60%, 80% oder mehr auf erneuerbaren Energien basiert? Wir wollen uns angucken wie eine entsprechende Struktur aussehen muss. Dabei geht es uns sowohl um die organisatorische Struktur und die damit verbundenen rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen, als auch um die technische Realisierbarkeit bezogen auf den Energiemix und die Speichermöglichkeiten. Das Zusammenspiel der verschiedenen Energieanlagen, Speicher und Verbraucher soll mit der Modelierungssoftware GAMS simuliert werden.
Dieses Projekt ist für Studierende mit Interesse für Energiepolitik, Energierecht und technische Energiesysteme geeignet. In Untergruppen besteht die Möglichkeit sich in einen der Bereiche vertiefend einzuarbeiten.

Planzenkläranlage – So’n Scheiß…

Wir wollen eine Pflanzenkläranlage planen und soweit wie möglich auch umsetzen. Dafür werden wir uns als erstes mit den Möglichkeiten der natürlichen Klärung befassen und danach den Bau vorbereiten. Uns ist das voneinander und zusammen lernen wichtig, du musst keine Vorkenntnisse mitbringen. Im Semester werden wir einen wöchentlichen Termin von 3h haben. Hinzu kommt ein Baublock in den Semesterferien (Ende März/Anfang April).

Vermessenes Wetter

Messtechnik für Strom und Wärme aus Sonne und Wind
Ist das Wetter heute gut genug für eine ausreichende Energieversorgung? Wo lohnt sich eine Solar- oder Windkraftanlage? Wieviel Energie sollte eine Anlage liefern und was kann wirklich genutzt werden?
Wir bauen eine mobile (Wetter-) Messstation, und zwar mit professioneller Messtechnik. Dazu planen wir gemeinsam welche Technik verwendet wird und lernen mit der Messsoftware LabVIEW Daten zu erheben und auszuwerten.
Nach dem Bau der Station bleibt genügend Zeit unser System ausgiebig zu testen. Wir wollen die Rentabilität von bestehenden Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung überprüfen und abschätzen, ob eine geplante Anlage auch wirklich funktionieren kann.
Exkursionen führen uns zu einer etablierten Wetterstation und, mit unserem mobilen Messsystem im Gepäck, zu Anlagen, deren Betrieb wir ausmessen, möglichst ohne uns zu vermessen!
Alle die Lust auf dieses Thema, Spaß an selbständigem Lernen und gegenseitigem Vermitteln von Neuerlerntem, sowie Freude und Interesse an praktischer und handwerklicher Arbeit inklusive der notwendigen Planung haben, sind herzlich eingeladen teilzunehmen. Wir freuen uns, wenn ihr Fertigkeiten und Wissen mit in das Projekt einbringen könnt, besondere Vorkenntnisse sind aber nicht notwendig.

Wie mobil bist Du und Wie bist Du mobil?

Welche Bedeutung hat Mobilität für Dich?
Haben wir ein „Recht“ auf Mobilität? Wie könnte dieses „Recht“ aussehen?
Müssen wir unser Verständnis von Mobilität überdenken?…
Welche Auswirkungen hat der Verkehr auf den Klimawandel?

Unsere Bedürfnisse nach Mobilität und nach einem „gesunden“ Ökosystem scheinen in mancher Hinsicht schwer vereinbar zu sein. Wir wollen nach Möglichkeiten suchen die Bedürfnisse anzunähern und herausfinden, wo sich (unsere) Grenzen befinden. Wenn Du Dir auch schon mal Gedanken gemacht hast, wie sich Mobilität und Umweltschutz in Deinem Leben vereinen lassen und eine Auseinandersetzung zu diesem Thema mit anderen Leuten spannend fändest, dann bist Du herzlich eingeladen teilzunehmen.